Kartoffelsorten im Überblick
01 · Sortenkunde

Kartoffelsorten im Überblick

In Deutschland sind über 200 Kartoffelsorten zugelassen — von frühen Speisekartoffeln über vielseitige Hauptsorten bis zu spezialisierten Industriesorten. Auf den Flächen rund um Luttern bauen wir je nach Boden, Witterung und Vertragspartner ein gemischtes Sortiment aus Pflanz-, Speise- und Industriekartoffeln an.

Entscheidende Sortenmerkmale sind Kochtyp (festkochend, vorwiegend festkochend, mehlig), Reifezeit (früh, mittelfrüh, spät), Lagerfähigkeit, Krankheitsresistenz und Stärkegehalt. Wer Kartoffeln direkt vom Bauern aus der Region Hannover kauft, bekommt meist eine sortenreine Hauptsorte — geschmacklich oft deutlich überlegen gegenüber dem anonymen Supermarktsack.

Festkochend, vorwiegend festkochend, mehlig — welche wofür?
02 · Kochtypen

Festkochend, vorwiegend festkochend, mehlig — welche wofür?

Festkochende Kartoffeln behalten ihre Form, haben festes, leicht feuchtes Fleisch und einen niedrigen Stärkegehalt. Sie sind die erste Wahl für Kartoffelsalat, Pellkartoffeln, Brat- und Gratinkartoffeln. Typische Sorten: Annabelle, Linda, Sieglinde, Belana.

Vorwiegend festkochende Sorten sind die Allrounder. Sie eignen sich für Salzkartoffeln, Aufläufe und herzhafte Eintöpfe — ein guter Kompromiss, wenn nur eine Sorte im Vorratskeller liegen soll. Bekannte Vertreter sind Laura, Marabel oder Quarta.

Mehligkochende Kartoffeln haben hohen Stärkegehalt, sind locker und zerfallen leicht. Für Püree, Klöße, Suppen und Gnocchi sind sie unschlagbar. Typische Sorten: Adretta, Augusta, Bintje.

Kartoffeln richtig lagern — so bleiben sie monatelang frisch
03 · Lagerung

Kartoffeln richtig lagern — so bleiben sie monatelang frisch

Kartoffeln mögen es dunkel, trocken und kühl. Ideal sind 4 bis 8 °C bei rund 85 % Luftfeuchtigkeit und guter Luftzirkulation. Bei unter 4 °C wandelt sich Stärke in Zucker um, die Knolle schmeckt süßlich; über 10 °C beginnt das Keimen.

Licht ist der schlimmste Feind: Knollen ergrünen und bilden Solanin. Deshalb gehören Kartoffeln in Holzkisten, Jutesäcke oder Pappkartons mit Luftlöchern — niemals in Plastiktüten und nicht in den Kühlschrank.

Wichtig: Äpfel und Zwiebeln separat lagern. Äpfel scheiden Ethylen aus und beschleunigen den Keimtrieb, Zwiebeln nehmen leicht den erdigen Geruch der Kartoffeln an. In unserer Lagerhalle in Luttern halten gekühlte und belüftete Lager die Ernte über Monate marktfrisch.

Zwiebeln richtig lagern — kühl, trocken, getrennt von Kartoffeln
04 · Zwiebellagerung

Zwiebeln richtig lagern — kühl, trocken, getrennt von Kartoffeln

Zwiebeln sind ausgesprochen lagerfähig, brauchen aber konstante Bedingungen: kühl, trocken, dunkel und gut belüftet. Für die langfristige Profi-Lagerung sind 0 bis 5 °C bei rund 65 – 70 % Luftfeuchtigkeit optimal. Im Haushalt reichen kühle Speisekammern oder ungeheizte Räume mit 12 bis 18 °C — Hauptsache trocken und luftig.

Vor der Einlagerung müssen Zwiebeln gut abgetrocknet und mit fester, raschelnder Schale versehen sein. Beschädigte oder weiche Knollen sofort aussortieren, sie ziehen Fäulnis nach. Geeignet sind offene Netze, Holzkisten, Steigen oder geflochtene Zöpfe — alles, was Luft an die Knollen lässt. Plastiktüten und der Kühlschrank sind tabu: Kondenswasser löst Schimmel aus.

Wichtige Regel: Zwiebeln und Kartoffeln niemals zusammen lagern. Kartoffeln geben Feuchtigkeit ab, die das Zwiebellager verklammt und Fäulnis fördert, und Zwiebeln nehmen leicht den erdigen Geruch der Kartoffeln an. Auch von Äpfeln und anderem Obst trennen — das ausgeatmete Ethylen lässt Zwiebeln vorzeitig austreiben. Auf den Flächen rund um Luttern bauen wir Zwiebeln als festen Bestandteil der Fruchtfolge an; die Ernte wird in eigenen, belüfteten Hallen kontrolliert getrocknet und bei stabilen Temperaturen monatelang frisch gehalten.

Pflanzkartoffeln — die Grundlage jeder Kartoffelernte
05 · Vom Pflanz- zur Speisekartoffel

Pflanzkartoffeln — die Grundlage jeder Kartoffelernte

Eine Pflanzkartoffel ist keine gewöhnliche Speisekartoffel, sondern eine eigens vermehrte, geprüfte Saatknolle. Sie muss sortenrein, gesund und virusfrei sein — Vermehrungsbetriebe werden amtlich kontrolliert.

Im Frühjahr legen wir die Pflanzkartoffeln mit der Grimme-Pflanzmaschine in vorbereitete Dämme. Aus jeder Knolle wächst über den Sommer eine Staude, die mehrere neue Kartoffeln bildet. Aus 2,5 t Pflanzkartoffeln pro Hektar werden je nach Sorte und Witterung 40 – 60 t Erntekartoffeln.

Wer im Garten oder auf dem Acker erfolgreich Kartoffeln anbauen will, sollte zertifizierte Pflanzware verwenden. Speisekartoffeln aus dem Supermarkt sind oft mit Keimhemmern behandelt und tragen Krankheiten in den Boden.

Was sind Industriekartoffeln?
06 · Industriekartoffeln

Was sind Industriekartoffeln?

Industriekartoffeln landen nicht im Kochtopf, sondern in der weiterverarbeitenden Industrie — Pommes, Chips, Trockenprodukte, Flocken, Püreepulver oder als Rohstoff für Stärke und Lebensmittelzusätze. Die Anforderungen sind speziell: gleichmäßige Größe, hoher Stärkegehalt, geringe Mängelquote, exzellente Lagerfähigkeit.

Vertraglich gebundene Sorten werden auf Wunsch des Abnehmers gewählt; geerntet wird oft im Spätherbst, gelagert in klimatisierten Hallen, dann termingerecht ausgeliefert. Industriekartoffeln machen einen relevanten Teil des Kartoffelsortiments von Knoop Luttern aus — neben Pflanz- und Speisekartoffeln.

Moderne Ferkelaufzucht und Schweinemast
07 · Tierhaltung

Moderne Ferkelaufzucht und Schweinemast

Im Neubau im Außenbereich der Hofstelle gibt es 850 Ferkelplätze und 1.900 Mastplätze. Aufzucht und Mast laufen in einem Stallkomplex zusammen — kurze Wege, gleichbleibende Gruppen, weniger Stress für die Tiere.

Moderne Stalltechnik regelt Lüftung, Wasser- und Futterzufuhr automatisch und reduziert Emissionen. Hohe Hygienestandards, planbefestigte Buchten mit Funktionsbereichen und eine eigene Futtermischanlage gehören zum Standard. Die Schweinemast ist eng mit dem Ackerbau verzahnt: Eigenes Getreide und eigener Mais werden im Stall verfüttert, der anfallende Wirtschaftsdünger geht zurück auf die Flächen.

Fruchtfolge, Zuckerrüben und Mais in der Lüneburger Heide
08 · Ackerbau

Fruchtfolge, Zuckerrüben und Mais in der Lüneburger Heide

Rund 800 Hektar Ackerfläche werden in einer ortstypischen Fruchtfolge bestellt: Wintergerste, Winterroggen und Winterweizen, dazu Pflanz-, Speise- und Industriekartoffeln, Zuckerrüben, Körner- und Silomais sowie Zwiebeln. Die Heideböden mit durchschnittlich 33 Bodenpunkten profitieren von einer 100 %-Beregnung und rund 630 mm Niederschlag pro Jahr.

Zwischenfruchtanbau erhält die Bodenstruktur, organische Düngung aus dem eigenen Kreislauf reduziert mineralischen Düngerbedarf. Eine durchdachte Fruchtfolge ist die wichtigste Stellschraube für gesunde Böden, niedrigen Pflanzenschutzbedarf und stabile Erträge — gerade auf den leichten Sandstandorten der Heide.

Landwirtschaft in der Region Hannover
09 · Region

Landwirtschaft in der Region Hannover

Knoop Luttern liegt in Eldingen, Ortsteil Luttern, im Landkreis Celle — rund 30 km nordöstlich von Celle und etwa 70 km nordöstlich von Hannover, am Südrand der Lüneburger Heide. Die Region ist von gemischten Familienbetrieben geprägt: Kartoffeln, Getreide, Zuckerrüben, Mais und Tierhaltung gehören klassisch zusammen.

Wer regionale Landwirtschaft, Hofführungen oder eine Ausbildung in einem vielseitigen Betrieb sucht, ist hier am richtigen Ort. Für direkten Kontakt, Hof-Termine oder Fragen rund um Kartoffeln, Ackerbau und Tierhaltung steht das Team von Knoop Luttern jederzeit zur Verfügung.

Häufige Fragen

Antworten aus der Praxis.

Welche Kartoffelsorten baut Knoop Luttern an?

Auf den Flächen rund um Luttern wachsen Pflanz-, Speise- und Industriekartoffeln. Die Sortenwahl richtet sich nach Boden, Witterung und Abnehmer — von festkochenden Speisesorten bis zu Verarbeitungssorten für die Industrie.

Was ist der Unterschied zwischen festkochenden und mehligkochenden Kartoffeln?

Festkochende Kartoffeln behalten ihre Form beim Kochen und eignen sich für Salat, Pell- und Bratkartoffeln. Vorwiegend festkochende Sorten sind universell einsetzbar. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen leichter und sind ideal für Püree, Klöße und Suppen.

Wie lagert man Kartoffeln richtig?

Dunkel, trocken und bei 4 – 8 °C. Licht lässt Kartoffeln ergrünen, zu warme Lagerung fördert Keimung. Zwiebeln und Äpfel sollten getrennt gelagert werden — Äpfel scheiden Ethylen aus und beschleunigen den Keimprozess.

Wie lagert man Zwiebeln richtig?

Zwiebeln mögen es kühl (idealerweise 0 – 5 °C für lange Lagerung, 12 – 18 °C im Haushalt), dunkel, trocken und gut belüftet. Hohe Luftfeuchtigkeit fördert Fäulnis, Licht und Wärme treiben sie aus. Wichtig: Zwiebeln niemals zusammen mit Kartoffeln lagern — Kartoffeln geben Feuchtigkeit ab, die Zwiebeln nimmt den erdigen Geruch an und beide verderben schneller. Am besten in Netzen, Holzkisten oder Jutesäcken mit Luftzirkulation.

Was sind Pflanzkartoffeln?

Pflanzkartoffeln sind eigens vermehrte Knollen, aus denen im Folgejahr die eigentliche Kartoffelernte heranwächst. Sie unterliegen strengen Qualitätskontrollen, müssen gesund, sortenrein und virusfrei sein und sind die Grundlage jeder erfolgreichen Kartoffelernte.

Was sind Industriekartoffeln?

Industriekartoffeln werden nicht direkt gegessen, sondern in der weiterverarbeitenden Industrie eingesetzt — etwa für Pommes, Chips, Trockenprodukte oder Stärkegewinnung. Die Sorten sind auf Stärkegehalt, Form und Lagerfähigkeit gezüchtet.

Wie viele Schweine hält Knoop Luttern?

Im Neubau im Außenbereich stehen 850 Ferkelplätze und 1.900 Mastplätze. Aufzucht und Mast laufen Hand in Hand mit moderner Stalltechnik, hohen Hygienestandards und an Tierwohl orientierter Haltung.

Was ist Fruchtfolge und warum ist sie wichtig?

Fruchtfolge bedeutet, dass auf einer Fläche jedes Jahr eine andere Kultur angebaut wird — etwa Wintergetreide nach Kartoffeln, danach Zuckerrüben oder Mais. Das erhält die Bodenfruchtbarkeit, unterbricht Krankheits- und Schädlingszyklen und verringert den Pflanzenschutzbedarf.

Wo liegt Knoop Luttern und wie weit ist es nach Hannover?

Der Hof liegt in Eldingen, Ortsteil Luttern, im Landkreis Celle — am Südrand der Lüneburger Heide. Bis Celle sind es rund 30 km, bis Hannover etwa 70 km nordöstlich.

Fragen?

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Ob Hofbesuch, Ausbildung, Kartoffel-Frage oder Anfrage rund um den Betrieb — wir antworten direkt aus Luttern.